Osteoporose-Therapie

Osteoporose ist eine Stoffwechselerkrankung des Knochens, bei der es durch einen vermehrten Abbau von Knochenmasse zu einem Verlust der Stabilität des Knochens kommt. Schmerzhafte Knochenbrüche sind Folge dieser Erkrankung.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO zählt die Osteoporose zu den zehn wichtigsten Erkrankungen. Die Zahl der Betroffenen wird sich in den nächsten 20 Jahren verdoppeln. Experten schätzen, dass in Deutschland derzeit etwa sieben Millionen Menschen an Osteoporose erkrankt sind.

Die Gründe für die steigenden Zahlen sind neben einer immer höheren Lebenserwartung auch Gewohnheiten, die nicht einem gesunden, knochenstärkenden Lebensstil entsprechen. Obwohl eine effektive Vorbeugung und Behandlung möglich ist, bleibt die Osteoporose bei den meisten Betroffenen unerkannt und unbehandelt.

Die besonders gefürchtete Folge sind Brüche im Bereich der Wirbelsäule oder auch am Oberschenkerhals. Diese gehen mit erheblichen Schmerzen und einem Funktionsverlust einher, der bis zur Pflegebedürftigkeit führen kann.

Wie entsteht Osteoporose?

Knochen bestehen aus einem Gewebe, das ihnen die Form gibt (Matrix), und den Mineralstoffen Kalzium und Phosphat. Die Mineralstoffe werden in diese Matrix eingelagert und machen den Knochen hart und dicht.

Im täglichen Leben wird ständig Knochengewebe neu gebildet und auch abgebaut. Bis zum 40. Lebensjahr überwiegen die Aufbauprozesse. Ab dem 40. Lebensjahr wird jährlich ein geringer Prozentsatz der Knochenmasse abgebaut. Die Regulation des Auf- und Abbaus erfolgt unter anderem durch verschiedene Hormone.

Vitamin D und das Schilddrüsenhormon Calcitonin lagern Kalzium in den Knochen ein. Das Parathormon aus der Nebenschilddrüse dagegen löst es aus den Knochen heraus. Die Geschlechtshormone Östrogen und Testosteron sind verantwortlich für die Bildung und Wirkung dieser "Knochenhormone".

Bei Osteoporose ist dieser Regulationsmechanismus gestört. Das Knochenmaterial wird weit über das normale Maß hinaus abgebaut. Die Matrix wird löchrig und Kalzium wird nicht ausreichend eingebaut. Dadurch wird der Knochen dünner und verliert an Festigkeit. Er kann leichter brechen. Brüche, aber auch die Zerstörung der Knochenstruktur selbst können sehr schmerzhaft sein.

Die Entstehung einer Osteoporose wird durch Umstände begünstigt, die einen stabilen Knochenaufbau bis zum 40. Lebensjahr verhindern, wie z.B. mangelnde Bewegung, Rauchen, übermäßige Diäten, überhöhter Kaffeegenuss, Missbrauch von Abführmittel und zuviel Phosphat in der Nahrung sowie die Schilddrüsenüberfunktion. Frauen in den Wechseljahren haben ein besonders hohes Risiko, an Osteoporose zu erkranken.

Beschwerden :

Die Schmerzsymptomatik bei der Osteoporose ist eher uncharakteristisch und wird nicht durch die Erkrankung selbst, sondern durch ihre Begleiterscheinungen (Wirbelkörperveränderungen) hervorgerufen.

Gelegentlich treten Rückenschmerzen auf. Bei der Altersosteoporose sind dann Brüche des Oberschenkelhalses recht häufig. Durch Wirbelkörperfrakturen kommt es zu Rundrückenbildungen (Witwenbuckel).

Diagnostik:

Beschwerden und die körperliche Untersuchung geben dem Arzt erste Hinweise. Mit Laboruntersuchungen von Blut und Urin kann der Arzt die Ursache der Osteoporose näher bestimmen.

Die Knochendichte kann durch die Knochendichtemessung (Osteodensitometrie) bestimmt werden. Veränderungen im Röntgenbild sieht man erst, wenn bereits etwa 30 Prozent der Knochenmasse abgebaut sind oder wenn Knochenbrüche vorliegen.